Herbstliche Wanderungen auf der Schwäbischen Alb erfordern natürlich keine spezielle Ausrüstung, denn diese Region bietet zwar steile Aufstiege bis hin zu Klettersteigen, doch die meisten der zahlreichen Wandertouren sind als harmlos, als eher gemütlich einzustufen.

Von Bernhard Bürkle

 

Wochenend-Ausflügler aus „dem Tiefland“ sollten unbedingt den Lehrsatz beachten, dass es nun mal hier oben immer „einen Kittel kälter“ ist, weshalb man ein paar sinnvolle Dinge bei der Kleiderwahl beachten sollte. Da wäre zum Beispiel die Kopfbedeckung: Ein rechter Filzhut dürfte bei jeder Witterung das Mittel der Wahl sein, denn er schützt vor der kräftigen Sonne ebenso wie bei einsetzendem Nieselregen. Außerdem wiegt er fast nichts und nimmt es keineswegs krumm, wenn er zeitweise im Rucksack verstaut wird. Das gilt auch für einen wärmenden Schal z.B. aus Alpakawolle – besser mal mitnehmen, weil es am Abend recht kühl werden kann.

Für drunter gibt es eine Spezialität, die auf historischen Maschinen hier auf der Alb wieder produziert wird. Unterhemden aus reiner Baumwolle, ohne Naht und angenehm hauteng anliegend und genau so, wie sie Anfang des vorigen Jahrhunderts hier schon gefertigt wurden und daher Vintage Style, also modisch aktuell. Dasselbe gilt auch für die Sonnenbrille, die berühmte „Wayfarer“ von Ray Ban. Ein Klassiker wie das Arbeiter-Unterhemd von 1911 kann zwar, muss aber gar nicht zwingend von einem Oberhemd verborgen werden – Wolljanker drüber und fertig. Ein zeitloses Kleidungsstück wie der Trachtenjanker aus reiner Schurwolle ist leicht, knittert nicht und sieht auch in der Arbeitswelt mit Krawatte gut aus, ein echtes Allround-Talent, das es in unzähligen Varianten gibt

Da wäre dann noch der Stock: Freilich ebenfalls nicht zwingend erforderlich, aber sinnvoll in jedem Fall. Wer häufiger wandert, hat dafür womöglich sein Unikat, handgearbeitet und einmalig. Solche individuellen Stöcke sind natürlich keine Massenware und nur mit Glück auf Kunsthandwerker-Märkten zu bekommen. Das abgebildete Modell stammt aus der Werkstatt von Erwin Schwäble in Wäschenbeuren – kein Internet, kein Smartphone, telefonisch kaum erreichbar… Klar, der Mann streift durch die Wälder und sucht geeignete Stöcke.

 

Bezugsquellen


Hut +und Janker: www.sternberg-trachtenstube.de
Unterhemd: www.merz-schwanen.com/de
Schal: www.alb-alpaka.de
Brille: chilioptik.de/riedlingen
Stock: Erwin Schwäble, Wäschenbeuren, Geranienstr. 24

 

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