LEKI entwickelt und produziert ausgeklügelte Stocksysteme für den Weltklasse-Skisport. Aber auch Wanderer und Walker auf der Alb und anderswo schwören auf die intelligent durchdachte Funktionalität und hohe Qualität der LEKI-Stöcke. Neuerdings begeistert der Weltmarktführer auch mit leichten, bequemen Faltstühlen.

Von Andrea Maier

Am Fuße der Schwäbischen Alb, in Dettingen unter Teck, gründete ein junger Mann 1948 einen Betrieb, in dem Buchstaben und Schriftzüge aus Holz hergestellt wurden. Karl Lenhart war leidenschaftlicher Skisportler, befand jedoch vor allem die Skistöcke als absolut ungenügend. Er probierte und experimentierte, bis er mit Geschick und seinen Maschinen deutlich bessere Griffe und Teller herstellte, als alles, was er zu kaufen fand.

 

Er nutzte die selbstgemachten Griffe und Teller für sich und Freunde, verbesserte sie unermüdlich und ging tatsächlich in den 1960er Jahren mit einigen Exemplaren in die Serienproduktion. Karl Lenhart war auch im Flugzeugbau erfahren und wusste, wie Aluminium und Composite verarbeitet werden. Aus diesen Rohstoffen fertigte er Skistöcke und ging damit 1970, unter dem Namen LEKI, der für den Eigentümer und den Firmensitz steht, - Lenhart in Kirchheim - an den Markt. Mit seinen hochfesten Aluminiumschächten bei Alpin – und ab 1973 auch bei Langlaufstöcken, begeisterte der Schwabe schon bald die Skisportwelt.

Sein Sohn übernahm 1984 die

 

Geschäftsführung. Ebenso engagiert wie sein Vater entwickelte und testete Klaus Lenhart - immer auf der Suche nach Verbesserung. Insbesondere die Stockgriffe erfuhren in den folgenden Jahren weltweit bedeutende Innovationen. Vor allem der Sicherheitsgedanke ließ Klaus Lenhart permanent an Weiterentwicklungen arbeiten. Die absolute Sensation wurde das revolutionäre Trigger System, das 1998 für Alpinstöcke eingeführt wurde.

Zeitgleich kamen die ersten LEKI-Handschuhe auf den Markt – eine Kombination aus beidem war nur noch eine Frage der Zeit. Zur Jahrtausendwende wurde die neue Produktionsstätte in Tachov/Tschechien eingeweiht. In der weltweit größten und modernsten Fertigungsanlage für Skistöcke werden nach wie vor die Entwicklungen und Designs aus Kirchheim umgesetzt. Auszeichnungen und Erstplatzierungen reihten sich aneinander, LEKI avancierte zum unumstrittenen Weltmarktführer. Längst waren Weltklassesportlerinnen und -sportler zu festen Partnern der Firma LEKI geworden. Bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver glänzten die deutschen Athleten mit 73 Medaillen – LEKI-Produkte waren immer mit dabei.

Klaus Lenhart verunglückte 2012 tödlich – Schock und Trauer ergriffen die Familie ebenso wie die 250 Mitarbeiter, die Klaus Lenhart als „großartigen Mensch, Tüftler und Denker, als charismatischen Visionär“ vermissen, „der sich durch seine Geradlinigkeit in der gesamten Branche Respekt, Bewunderung und volle Hochachtung verdiente.“ Seine Witwe Waltraud Lenhart führt seitdem die Geschäfte der Firma, gemeinsam mit langjährig erfahrenen Mitarbeitern, mit derselben Passion, wie zuvor an der Seite ihres Mannes. Mit über 250 Patenten hat LEKI so viele Innovationen und Patente fixiert wie kaum ein anderer Hersteller der Outdoor- und Skibranche.

Im vergangenen Jahr erweiterte der schwäbische Betrieb die erfolgreiche Produktpalette mit (ultra-) leichten Faltstühlen. Der Slogan: „Finde deinen Platz!“ Seinen Platz hat das Unternehmen längst gefunden - an der Weltmarktspitze und in Kirchheim, direkt unterhalb der Burg Teck.

 

 Kontakt 

www.leki.de

 

 

Bildnahachweise:

Waltraud Lenhard führt die Geschäfte von Leki. Foto: Thorsten Wenzler

Walken mit Leki-Stöcken macht Spaß. Foto: Ernst Wukits

 

 

 

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren