Wandern auf der Schwäbischen Alb. Foto: Schwäbische Alb Tourismus e.V./Lueger

Manuel Andrack gilt als Wanderpapst. Der Buchautor, auch aus der legendären Late-Night-Show von Harald Schmidt bekannt, schwärmt vom Wandern auf der Alb. Vor allem auf dem Uracher Wasserfallsteig, den er schon mehrfach gewandert ist. Dem Lob aus berufenem Munde folgt die Auszeichnung: Der Wasserfallsteig ist Deutschlands schönster Wanderweg 2016.

 

Die Ehrung des Premiumwanderweges im Kurstädtchen Bad Urach auf der wichtigsten deutschen Wandermesse „TourNatur“ in Düsseldorf rückte einmal mehr das Wanderparadies Schwäbische Alb in den Blickpunkt. Ein Paradies, das auch Einheimische und Naherholer gerade jetzt im Herbst zu schätzen wissen. Die Zeit zwischen Sommer und Winter gilt gemeinhin als die beste Wanderzeit. Die Tage sind nicht mehr zu warm, das Wetter ist in der Regel stabil und bei untergehender Sonne sorgen die vielen Einkehrmöglichkeiten unweit der Wanderwege für ein schmackhaftes Vesper mit herbstlichen Spezialitäten.

Wer die Felsaussichtspunkte entlang des Albtraufs oder im Donau- und Lautertal kennt, der weiß, welch grandiose Panoramablicke sich dem Wanderer bei seinen Touren eröffnen. Die Berge und wildromantischen Täler, Wälder und Wacholderheiden der Schwäbischen Alb laden dazu ein, großartige Landschaften aktiv zu erleben. Die Schwäbische Alb begeistert durch ihre Vielfalt und das gilt auch für ihre Wandermöglichkeiten. Hier setzt man auf das Wandern auf höchstem Qualitätsniveau. Eine Vielzahl zertifizierter, gut beschilderter Premium- und Qualitätswanderwege erschließt das „Welt-Kultur-Gebirge“.

Der Albtrauf ist die gut 200 Kilometer lange Steilkante am Nordrand der Schwäbischen Alb. Der 100 KIlometer lange Albtraufgänger widmet sich, wie der Name verrät, der Faszination Albtrauf. Auch die Hoch-Alb-Pfade bei Meßstetten führen Wanderer am Albtrauf entlang und bieten spektakuläre Weitsichten. Rund um Heidenheim verläuft der Albschäferweg auf den Spuren der traditionellen Wanderschäfer der Alb. Die DonauFelsenLäufe bei Sigmaringen führen den Wanderer entlang der Donau über Pfade hinauf zu überwältigenden Aussichtspunkten auf mächtigen Felsen.

Damit Wanderer nach erlebnisreichen Touren auch ein dazu passendes Gasthaus oder Hotel finden, hat der Deutsche Wanderverband das Gütesiegel „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland“ entwickelt. Knapp 75 Gastgeber auf der Schwäbischen Alb haben sich schon an die Bedürfnisse von Wanderern angepasst und das Qualitätssiegel erhalten.

Wanderer dürfen mit Freude zur Kenntnis nehmen, dass der 350 Kilometer lange Albsteig (HW1) nun durchgängig mit dem albweiten, einheitlichen Schildern versehen ist, auch dank eines finanziellen Zuschusses des Landes Baden-Württemberg. Außerdem wurde der traditionsreiche Fernwanderweg für drei weitere Jahre vom Deutschen Wanderverband als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland nachzertifiziert. „Sowohl die Vorbereitung der Nachzertifizierung mit den zum Teil nötigen Nacharbeiten und qualitativen Verbesserungen am Weg, als auch die zeitgleich ablaufende Montage der rund 900 neuen Wegweiser entlang des Albsteigs haben alle Beteiligten einiges an Kraft gekostet“, so der Geschäftsführer des Verbandes Schwäbische Alb Tourismus, Louis Schumann, „aber dank der sehr guten Zusammenarbeit mit dem Schwäbischen Albverein und unseren Mitgliedern konnten am Ende alle Schwierigkeiten erfolgreich gemeistert werden.“

Wer wandert, der tut auch etwas für seine Gesundheit. Und nicht nur weil er sich bewegt. Die Kurverwaltung Bad Urach hat einmal die gesundheitlichen Vorzüge des Wanderns zusammengestellt. Demnach senkt Wandern den Sauerstoffbedarf des Herzens, wirkt antiarrhytmisch (gegen Herzrhythmusstörungen), blutdrucksenkend,  verbessert die Fließeigenschaft des Blutes, vermindert die Arterienverkalkung, verhindert Systemerkrankungen der Schlagadern (Arterien), die zu Ablagerungen von Blutfetten, Thromben, Bindegewebe und in geringeren Mengen auch Kalk in (und nicht etwa an) den Gefäßwänden führt, beeinflusst den Blutfluss den Stoffwechsel und dies alles ohne körperliche Nebenwirkungen.

Allerdings: Wer sich jetzt aufmacht, um die reizvollen Wanderwege in der Region zu erkunden, sollte sich zuvor um die richtige Ausrüstung kommen. Festes Schuhwerk (am besten schon mehrfach getragen) ist unabdingbar, in den Rucksack gehört ein Regenschutz und eine Regenhose oder eine Ersatzhose und eine Kopfbedeckung als Sonnenschutz. Außerdem empfehlen Experten, ein Taschenmesser, ein Getränk (ein Liter Wasser pro Person reicht für eine Tageswanderung aus), ein Ersatzschnürsenkel, eine Wanderkarte, Insektenschutzmittel, Taschentücher und Toilettenpapier, eine Stofftüte (als Sammel- oder Abfallbehältnis), ein Erste-Hilfe-Set für kleinere Verletzungen, eine kleine Mahlzeit (Traubenzucker und/oder Brot und Hartkäse oder Hartwurst). Ein Handy im Stillmodus sollte ebenfalls eingepackt werden, damit im Notfall Hilfe gerufen werden kann (ein Handy pro Gruppe reicht). Allergiker sollten zudem ihre Medikamente nicht vergessen. Ein Wanderstock dagegen ist kein Muss, kann aber manchmal recht hilfreich sein.

Wer nicht alleine wandern möchte und keine Mitwanderer kennt, der kann sich einer Wandergruppe des Schwäbischen Albbvereins anschließen. Der 1888 in Plochingen gegründete Verband unterhält heute landesweit 60 Gruppen, kümmert sich um Wanderwege, -heime und Aussichtstürme, bietet aber auch ein umfängliches Wanderprogramm.

 

Schwäbische Alb Tourismus e.V.

Telelfon 07125/948106
E-Mail: info@schwaebischealb.de


www.schwaebischealb.de

www.albverein.net

 

 

 

 Unsere Wandertipps 

 

Ehinger Bier-Wanderweg

Länge: 13,9 Kilometer, kürzere Routen von ca. 5 bzw. 10 Kilometer möglich

Der Weg beginnt im Herzen Ehingens beim Gasthof zum Ochsen, wo die Bier-Herstell-Säule den Weg der Bierherstellung vom Malzkorn bis zum würzigen Bier zeigt. Die Route führt vorbei an historischen Gebäuden und gewährt zum Schluss einen überragenden Blick über die Donau.

 

Im schönen Streitwald

Länge: 7,3 Kilometer

Vom Wanderparkplatz am Sportgelände in Nürtingen-Reudern führt der Weg am Waldrand entlang. Es gibt Infotafeln zu den Folgen von Orkan Lothar 1999. Dem Radweg Richtung Bürgerseen folgen. Über den „Wechseleicheweg“ bis an den Streitwald folgen. Dem Naturpfad „Öhmdbachweg“ (blaues Dreieck) folgen. Die Kreuzung „Eisenwinkelweg“ überqueren. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf die Burg Teck. Der Pfad führt weiter am Gewann Mannsberg vorbei bis zu einer großen Waldlichtung. Hier kann man einen Abstecher zur alten Burganlage Mannsberg oder zum Käppele machen. Der Weg führt weiter zum Nonnenbrunnen und bergab zum Hörnle. An der „Wechseleiche“ vorbei geht es weiter in Richtung Tiefenbach und wieder zum Ausgangspunkt zurück.

 

Zur Donauversickerung

Länge: etwa 10 Kilometer

Vom Parkplatz beim Rathaus Möhringen aus überquert man zunächst die Donau und die B 311. Der Hinweistafel (HT) Hattinger Berg folgen. Es geht bergan bis zum Waldrand zu den nächsten HT. Hier der HT Donauversickerung weiter folgen, nach 400 Meter rechts leicht absteigend der HT Donauversickerung folgen bis ins Tal.
Das Feld überqueren und auf dem Weg bergauf weiter wandern bis in den Hochwald. Ein paar Meter weiter rechts dem Weg folgen und dann links in den Forstweg einbiegen. Der Weg führt oberhalb der Bahnlinie Stuttgart-Zürich bis an das Viadukt, das unterquert wird. Nach ein paar Meter die Kreisstraße überqueren und der Parkplatz Donauversickerung ist erreicht. Nun in das Flussbett der Donau absteigen. Wenn das Flussbett unbegehbar wird auf den Fußweg links neben dem Fluss steigen und rund 3,5 Kilometer am Zeltplatz vorbei nach Immendingen wandern. In Immendingen der HT Bumbishütte und Galgensteig folgen, dann der HT Möhringen folgend zum Rathaus zurück.

 

 

Schönbuch-Tour Trauf 1

Länge: 10,7 Kilometer

Die stimmungsvolle Gratwanderung entlang des südlichen Schönbuchtraufs beginnt am Waldfriedhof Herrenberg, wo sie auch wieder endet (immer dem „Land-Tour“-Logo folgen). Ein besonderer Aussichtspunkt befindet sich auf dem Grafenberg. Hier blickt man über die Gäuebene bis hin zum Schwarzwald. Die Tour geht weiter durch das Naturschutzgebiet bis zum Rastplatz Jägergarten. Zurück geht es unterhalb der Traufkante Richtung Mönchberg an Kayh vorbei. Die Tour führt weiter entlang des südlichen Schönbuchtraufs mit Blick ins weite Ammertal zum Ausgangspunkt.

 

Panoramaweg Aalen

Länge: 28 Kilometer

Der Wanderweg, der rund um Aalen führt, ist etwas für geübte Wanderer, die die Distanz an einem Tag schaffen. Berechnet ist eine Gehzeit von knapp siebeneinhalb Stunden ohne Pause. Startpunkt ist der Wanderparkplatz Röthardt nordwestlich der Altstadt. Markiert ist der Weg, der immer wieder herrliche Blicke auf die Stadt eröffnet, mit dem Wappentier der Aalener, dem Aal.

 

 

Kommentare  

0 # Innovative anti-aging. Or as in 70 years look 30 years.JamesBoxia 2018-08-10 12:21
What do you think about it?
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