Zu Besuch bei Benny Jäger von Herr Stumpfes Zieh- & Zupf-Kapelle

Albern gern herum: Sonja Banzhaf und Benny Jäger. Foto: Andrea Maier

 

 

 

Wer kennt sie nicht? Die Jungs von Herrn Stumpfes Zieh- & Zupf-

Kapelle, die seit 25 Jahren skrupellose Hausmusik schmettern! Die Vier sind Kult, weit über den süddeutschen Raum hinaus. Sie sind berühmt, begehrt, umworben und: Sie haben zwischen all den sagenhaften TV- und Radioauftritten, den vielen ausverkauften Konzerten auch ein Leben daneben. Benny Banano beispielsweise. Er spielt in der Kapelle Tuba, Kontrabass, Gitarre, singt und macht Faxen.

Von Andrea Maier

 

Die beiden schätzen Musik und Humor, sie mögen Theater mit Niveau, gutes Kabarett, Tanz, Feste und Leute, die etwas davon oder all das genießen. Als Sonja den elterlichen Hof mit Wirtshaus von ihrer Familie übernahm, drängelte sich eine Idee in den Vordergrund: „Wir machen hier genau unser Ding!“ Sie nahmen Zollstock, Hacke und Schaufel in die Hände und legten los. Von 2008 bis 2009 bauten die beiden mit Architekten und etlichen Helfern Stall und Scheune um. Behutsam haben sie vieles vom Alten belassen, mutig ebenso vieles erneuert, großzügig erweitert, das Ganze feinsinnig gestaltet und mit viel Herz bereichert.

Ein sagenhafter Mehrzweckraum ist entstanden: alte Mauern, massige Holzbalken, ausgefeilte Licht- und Tontechnik, Mobiliar für wirklich alle Gelegenheiten und Geschmäcker. Wo einst Kühe und Kälber gefüttert wurden, ist heute einer der schönsten Speiseräume weit und breit. Die alten Nebengebäude können Dank technischer und handwerklicher Raffinesse flugs umgewandelt werden, je nach Bedarf in eine Hochzeitskapelle, ein Gästezimmer, eine Freiluftbühne, eine Werkstatt.

Seit 2009 organisieren Sonja Banzhaf und Benny Jäger in ihrem Stadl die „Kultur4Jahreszeiten“. Musik, Theater, Kabarett vom Feinsten. Berüchtigte Knaller wie Bernd Kohlhepp, also „Hämmerle privat“, ebenso wie noch unbekannte Künstler, die auch mal Neues wagen. Zusätzlich zum Kultur-Frühling, -Sommer, -Herbst und -Winter haben Banzhaf und Jäger „außer der Reihe“ eingerichtet – Veranstaltungen, die in keine Schublade passen, aber herausragend gut sind.

Schon der Weg hin zum Kulturhof Erpfenhausen ist schön. Abgebogen von der Landstraße, öffnen sich Wacholderheide, Wiesen, Wald - sanft gehügelt. Die Straße endet in Erpfenhausen, dem kleinen Weiler bei Gerstetten, mit rund 15 Einwohnern. Wo einst Wanderer im Banzhaf'schen Gasthaus „zur Heide“ einkehrten, kann man jetzt Kultur genießen und nach Herzenslust Feste feiern. Sonja und Benny sind gerne Gastgeber, sie organisieren und realisieren frohgelaunt, was der Gäste Herz begehrt.

 

 Info 

 

www.kulturhof-erpfenhausen.de

und

www.tagen-erpfenhausen.de